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Mittwoch, 24. Januar 2018


Sommerbiathlon DM - ein nicht ganz versöhnlicher Saisonabschluss

Enttäuscht müssen die Brander Sommerbiathleten nicht sein, auch wenn es im Nachwuchsbereich nicht ganz auf´s Treppchen gereicht hat. Im Mammutfeld der fast 600 Teilnehmer ist die Spitze enger zusammengerückt und man kann sich kaum noch Fehler leisten, die nicht sofort bestraft werden.

Für den jüngsten Starter Sandro Syska kann die DM als Erfolg verbucht werden: Während andere Verbände gar keine B- Schüler an den Start schickten, konnte er im Feld der über 70 Teilnehmer im Sprint über 2,4 km Platz 33 belegen und sich im Massenstart am folgenden Tag auf Rang 29 verbessern (3 km-17:49,8 min). Ärgerlich nur, dass immer die letzten Schüsse im Liegendanschlag nicht das Ziel fanden, sonst wäre gar ein Platz im ersten Viertel der Schüler möglich gewesen.

Nicole Hietzke war am Ende etwas traurig ¯ eine Top-Ten- Platzierung wollte sie trotz der immer stärker werdenden Belastung durch das Studium in Jena schaffen. Mit zweimal Platz 11 hat sie dieses Ziel knapp verfehlt.

Franziska Hartung schrammte in ihrem letzten Juniorinnen- Jahr gleich dreimal knapp an den Medaillen vorbei, muss aber darüber nicht enttäuscht sein. Sie hat sich über Jahre hinweg in verschiedenen Altersklassen bei DC und DM 15 Medaillen erkämpft und bringt sich seit diesem Jahr immer mehr in die Nachwuchsförderung ein. Da bleibt wenig Zeit für das eigene Training. Dafür waren ihre Leistungen beachtenswert: Im Sprint kam sie mit je einem Schießfehler im Liegend- und Stehendanschlag auf Platz 5, im Massenstart ging der Kampf um Bronze gegen eine Berliner Läuferin knapp verloren. Hier hätte in den beiden letzten Stehendanschlägen schon alles passen müssen, um die Nase vorn zu haben. So konnte „Franzi“ mit einem Schießfehler das Loch zu Platz drei nicht mehr zulaufen (33:01,3 min-4.).

Eine Chance hatten die Brander Damen mit dem Staffelstart am Schlusstag noch. Deshalb wurde am Vorabend die Taktik besprochen. Hier musste alles perfekt laufen, wenn es zur Medaille reichen sollte. Schließlich waren in den anderen Teams einige Nationalkader. Nicole machte das Rennen ihres Lebens: Ohne Nachlader in beiden Schießprüfungen ließ sie die Silbermedaillengewinnerin des Vortages nur 20 Sekunden weg und wechselte auf Platz 2 an eine Bornaer Sportlerin. Dabei war sie 2 min schneller als bei ihrem Einzelstart über die gleiche Distanz. Obwohl auch die zweite Sächsin fehlerfrei blieb und ihre Einzelzeit aus dem Sprintwettkampf verbesserte, konnte sie athletisch das Top-Niveau der Konkurrentinnen nicht halten. Franziska bekam als Schlussläuferin einen „Rucksack“ von 2 min aufgebürdet.

Runde für Runde kam sie näher an Rang drei. Dabei blieb auch sie fehlerfrei und war nur 10 Sekunden langsamer als Nicole und selbst ebenfalls 2 min schneller als im Sprintwettbewerb unterwegs. Im Ziel fehlte eine knappe Minute auf Bronze, aber mehr ging nicht, denn die Brander Mädchen leisteten schon 110 %.

Dass es nicht ganz ohne Medaille blieb, dafür sorgte der Brander Trainer mit den Plaketten 13 und 14, die er bisher bei DC und DM erkämpfte. Im Luftgewehrsprint über 4 km war nach schwacher Schießleistung „nur“ Platz 13 drin. Aber dieser Vormittagswettkampf brachte die richtige Einstellung für den KK-Sprint am Nachmittag. Ein konzentriertes Liegenschießen brachte ihn ganz dicht an den späteren Sieger heran, der 30 sec vor ihm gestartet war. In dessen Sog konnte er einige Meter gut machen und wichtige Sekunden für die Schlussrunden nach dem Stehendschießen sparen.

Nach 4 km (22:25,4 min - 4 Fehler) konnte er hinter dem Trophy-Sieger und dem deutschen Meister des Vorjahres über Bronze jubeln. Zu Silber fehlten nur 20 Sekunden, viel wichtiger aber war einige andere Titelaspiranten auf Distanz gehalten zu haben. Am Folgetag gab es im KK-Massenstart erneut Bronze. Erfreulich war dabei der Umstand, dass es über den 4-stufigen Berg, der sechsmal überwunden werden musste erstaunlich locker ging. Dabei gab es um die Positionen 2 bis 5 ständig wechselnde Positionskämpfe.

Das Duell um Silber wurde beim letzten Stehendschießen verloren. 3 Fehler waren dafür einer zuviel, gaben aber gleichzeitig einen Vorsprung von 70 m im Kampf um Bronze auf den letzten beiden Runden. Nach 6 km ¯ 36:13,4 min stand damit die 2. Medaille für die Schützengilde fest.

Für Frank Anschütz war das gleichzeitig der Abschluss der aktiven Laufbahn im Sommerbiathlon. Mit der Trainerlizenz, die er im Frühjahr erworben hat, will er künftig dafür sorgen, dass die Talente in dieser Sportart und in der Leichtathletik eine intensivere Betreuung bekommen können und schnell Anschluss an die nationale Spitze finden.



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