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Dienstag, 16. Oktober 2018


Titel in der Slowakai geholt

Die mehr als 700 km Fahrstrecke nach Predajná in der Region Banska-Bystica haben sich für die deutsche Delegation gelohnt. Drei Sachsen, darunter der Trainer der Sommerbiathleten Frank Anschütz vertraten mit einem Bayern Deutschland bei den Masters-EM in der Slowakai.

Erfreulicherweise hat sich aus dem Dreikampf Tschechien-Slowakische Republik-Deutschland ein Treffen von mittlerweile 5 Nationen mit ca. 100 Sportlern etabliert. Ungarn und Moldawien kamen hinzu.

Bereits im Sprint über 3 km entwickelte sich der Titelkampf zu einem Wettstreit zwischen den tschechischen und deutschen Startern. Der tschechische Seniorenmeister hatte diesmal durch den besseren Stehendanschlag noch die Nase vorn. Die Deutschen waren mit insgesamt 4 Fehlern gleichgut oder –schlecht und belegten die Plätze 2 – 4, wobei Anschütz Silber errang. Mit 16:14,2 min war es genau der eine Fehler mehr, der den Sieg kostete.

Für den Massenstart nahm sich Team Germany unbedingt einen deutschen Sieg vor. Nach dem gegenseitigen Belauern in der ersten von 5 Runden war die Taktik klar: Der Tscheche hatte bergauf die größten Probleme, schoss aber schneller als alle anderen Starter. Während der 2. Sachse und der Bayer ab Runde 2 dem hohen Tempo Tribut zollen mussten, hielt Anschütz den ersten drei Schießeinlagen des Tschechen stand. Beide blieben zwar nicht fehlerfrei, trafen sich aber stets am Stand wieder. Beide ließen dreimal jeweils eine Scheibe schwarz, der Tscheche war schneller fertig und der Brander Trainer lief die Lücke jeweils wieder zu. Wie bei den 1. Masters in Jilové fiel die Entscheidung beim letzten Stehendanschlag und diesmal zu Gunsten der Schützengilde. Obwohl die Schützen auf Bahn 1 und 2 unmittelbar nebeneinander standen, konnte Anschütz bis zum letzten Schuss abschalten und diesen als Treffer setzen. Erst dann blickte er zum Schussbild seines Gegners und sah dass dieser in die Strafrunde musste. Der Weg zum Titel war frei (4 km – 20:38,8 min).

Während der Bayer zu Bronze lief, musste der andere Sachse diesen Kampf beim finalen Schießen aufgeben. Eine slowakische Sportlerin hatte sein farblich ähnlich gestaltetes Gewehr benutzt und erst später den Irrtum bemerkt. Der Bornaer Sommerbiathlet war mit einem leeren Magazin allerdings plötzlich aus dem Rennen. Später wurden daraufhin zwei 3. Plätze vergeben.

Die Deutschen machten aber noch in anderer Weise auf sich aufmerksam. Mit Einzelladerwaffen hatten die Moldawier keine Chance, obwohl sie sehr athletisch agierten. Frank Anschütz half bereits nach seinem Sprintwettkampf einem Sportler dieses Landes aus. Als dieser dann sogar in seiner Altersklasse gewann, übernahmen die anderen deutschen Teilnehmer je eine Partnerschaft und konnten gemeinsam mit den moldawischen Sportlern jubeln, denn jeder belegte am Ende einen Treppchenplatz.

Am Ende der EM erhielt das deutsche Team dafür den Fair-Play Preis.



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