Bogensport


Bogensport in der Schützengilde zu Brand 1835 e.V.


In unserem Verein trainieren wir die in der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes verankerten Disziplinen. Das sind in erster Linie die Bogenarten 

- Recurve (auch "Olympischer Bogen" genannt, ausgestattet mit Visierungen und Stabilisatoren), 

- Compound (das sind die futuristisch erscheinenden Hightech-Bögen mit Flaschenzugsystemen und optischen Visieren), und

- Blankbogen (also Bögen ohne Visierung und andere Zielhilfen und ohne Stabilisatoren).

Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit Langbögen (klassischen Bögen nach historischem Vorbild) oder Instiktivbögen zu trainieren. Während es für die letzteren beiden Bogenarten in unserem Verband nur Wettkämpfe auf 3-D-Parcours (also Jagdtieren nachgebildeten Zielen im Gelände) gibt, die wir im Verein leider nicht besitzen, haben wir für die anderen drei verbreiteten Bogenarten einen organisierten Trainings- und Wettkampfbetrieb sowohl im Freien auf unserem Bogenplatz (bis 70 m) als auch in der Wintersaison in der Sporthalle. Unsere besten Bogensportler haben sich schon bis hin zu Deutschen Meisterschaften qualifizieren können.

Je nach Altersklasse wird in den Bogendisziplinen im Freien auf unterschiedliche Entfernungen geschossen. So schießen Junioren, Männer und Frauen im Wettkampf mit dem Recurvebogen 72 Wertungspfeile auf 70 m, Masters- und Seniorenklasse auf 60 bzw. 50 m, Jugend und Schülerklassen auf 60, 40 bzw. 25 m. Mit dem Compoundbogen wird im Wettkampf immer auf 50 m geschossen, mit dem Blankbogen auf 40 m. Selbstverständlich sind die Scheiben für die verschiedenen Entfernungen und Bogenarten auch unterschiedlich groß. In der Hallensaison wird von allen Altersklassen und mit allen Bogenarten einheitlich auf 18 m Entfernung geschossen, auf unterschiedlich große Scheiben. Die Wettkämpfe gehen hier über 60 Wertungspfeile.

In jedem Fall ist es eine körperliche und geistige Herausforderung, 72 oder 60 Pfeile technisch sauber, konzentriert und mit gleichbleibender Kraft abzuschießen (und natürlich dabei zu treffen). Gerade für die größeren Entfernungen müssen Bögen mit größeren Zuggewichten benutzt werden, was gute Fitness und ein entsprechendes Krafttraining erfordert. Belohnt werden die Bogenschützen dafür mit positiven Effekten auf das Wohlbefinden. So treten die bei Menschen mit sitzender Tätigkeit heute verbreiteten Rückenschmerzen unter den trainierten Bogensportlern kaum auf. Eine weitere positive "Nebenwirkung" des Bogentrainings (und aller Schießsportdisziplinen) ist die Steigerung des Konzentrationsvermögens. Deshalb hat regelmäßiger Bogensport, wie jeder Schießsport, fast immer positive Auswirkungen auf die schulischen Leistungen und die geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Auch Erwachsene betreiben das Bogenschießen häufig primär um ihre mentalen Fähigkeiten zu stärken. Im Vordergrund steht hier die Konzentration auf die Schießtechnik. Wenn dann auch noch der Pfeil im "Gold" (der Mitte der Scheibe) steckt, dann ist das für viele ein Ansporn, es noch einmal zu versuchen. Warnung! Bogenschießen kann süchtig machen!